Kapitel 1 – Schatten eines Erbes
Der Krieg war vorbei. Die Schreie, die Explosionen, das Krachen von Zaubersprüchen – alles verklang und hinterließ nur Erinnerungen. Hogwarts ragte majestätisch in den Himmel, doch manche Schatten waren länger als die Türme.
Harry Potter, einst der Junge, der überlebt hatte, war jetzt ein Mann, doch in seinem Herzen lastete eine Schwere, die kein Sieg je heben konnte. Er war Auror, Ehemann, Vater – doch die Sorge um seinen Sohn war größer als jede Magie.
Albus Severus Potter, Harrys Sohn, spürte dieselbe Last. Nicht die Erfolge, nicht der Ruhm, nicht der Frieden. Albus fühlte die Schwere seines Namens. Wo Harry der Auserwählte war, fühlte sich Albus fehl am Platz, ein Schatten, der an Größe scheiterte, die er niemals erreichen konnte.
Es war nicht so, dass Harry versagte. Er liebte seinen Sohn innig. Aber Liebe allein schien nie genug. Erwartungen schwebten wie unsichtbare Geister durch Albus’ Gedanken und erinnerten ihn daran, dass er außergewöhnlich sein sollte – und er war es nicht.

Kapitel 2 – Eine unerwartete Freundschaft
Der erste Schultag in Hogwarts war, wie immer, unbehaglich. Albus fühlte sich fehl am Platz – die Schule war nicht so magisch, wie er es sich vorgestellt hatte, und gleichzeitig schwerer als jede Lektion, die er je gelernt hatte.
Im Zug traf er auf Scorpius Malfoy. Der Sohn von Draco Malfoy war gefürchtet, geflüstert und vorverurteilt. Doch als Albus ihn ansprach, lächelte Scorpius. Kein Spott, kein Urteil, kein Schatten der Vergangenheit. Nur Verständnis.
In diesem Lächeln fand Albus, was er nie zu hoffen gewagt hatte: einen Freund, der ihn verstand. Sie lachten, redeten, teilten Geheimnisse, die sie niemals ihren Eltern anvertrauen würden. In den weiten, labyrinthartigen Gängen von Hogwarts fühlten sie sich zum ersten Mal nicht allein.
Gemeinsam entdeckten sie viele Abenteuer, die typisch für Kinder in Hogwarts waren und ihnen halfen, Vertrauen zu fassen.
Kapitel 3 – Der Funke der Versuchung
In einer späten Nacht in der Bibliothek, im verbotenen Bereich, entdeckte Albus ein altes, staubiges Buch. Zwischen seinen vergilbten Seiten fand er Hinweise auf einen Zeitumkehrer, nicht den kleinen, der eine Stunde zurückdrehte, sondern einen, der die Vergangenheit weit verändern konnte.
Der Gedanke traf ihn wie ein Blitz: Was, wenn er die Vergangenheit reparieren könnte? Was, wenn er die verlorenen Leben retten, die Fehler ungeschehen machen könnte?
Scorpius’ Augen spiegelten dieselbe gefährliche Neugier. Sie beschlossen, Cedric Diggory zu retten – ein Akt, der sie endlich heldenhaft erscheinen lassen sollte. Sie sahen nicht, dass Mut und Leichtsinn oft eng verwoben sind.
Kapitel 4 – Eine veränderte Welt
Der erste Zeitsprung war subtil. Ein kleiner Eingriff, dachten sie, würde die Zukunft kaum berühren. Doch die Welt war größer, tiefer, dunkler, als sie es je erwartet hatten.
Zurück in der Gegenwart war Hogwarts vertraut, doch die Menschen waren es nicht. Freunde, die sie begrüßt hatten, mieden sie. Lehrer, die sie geführt hatten, ignorierten sie. Eine dunkle Stimmung lag über der Schule, eine Veränderung, die greifbar, aber unheilvoll war.
Albus erkannte mit einem Schauer: Magie konnte menschliche Fehler nicht heilen. Selbst die besten Absichten konnten Schatten werfen. Er griff nach Scorpius’ Ärmel, und in dieser kleinen Geste wussten beide: Sie waren nicht bereit für die Macht, die sie entfesselt hatten.
Ein Schauer des Horror durchfuhr ihn, als die Schatten in der Bibliothek plötzlich zu flüstern schienen

Kapitel 5 – Schatten der Vergangenheit
Jeder Versuch, die Dinge zu korrigieren, machte sie schlimmer. Eine Realität wurde dunkler als die andere. Voldemorts Name war nicht mehr nur Erinnerung – er war ein Schatten, der durch die Straßen von Diagon Alley kroch, in jedem Flüstern der Zauberer und Hexen.
Albus und Scorpius beobachteten vertraute Gesichter, die sich auf schreckliche Weise verändert hatten. Freundliche Menschen waren jetzt grausam. Verbündete wurden zu Feinden. Sie lernten, wie zerbrechlich die Zeit war, wie empfindlich alles, und wie kleinste Entscheidungen verheerende Folgen haben konnten.
Gleichzeitig wuchs die Distanz zwischen Harry und Albus. Harry versuchte zu sprechen, über Verantwortung, Liebe, über alles, was er für richtig hielt. Albus wollte antworten, erklären, wie schwer es war, der Sohn eines Helden zu sein, doch selbst er verstand seine eigenen Gefühle nicht ganz. Missverständnisse wuchsen wie Mauern zwischen ihnen.

Kapitel 6 – Die verborgene Bedrohung
Die ersten Hinweise auf Gefahr wurden zu einem Sturm. Delphi, geheimnisvoll und still, offenbarte ihr wahres Gesicht: nicht als Verbündete, sondern als Agentin von Ambitionen, die gefährlich waren.
Sie wollte nicht heilen. Sie wollte nicht retten. Sie wollte die Dunkelheit zurückbringen.
Albus und Scorpius verstanden plötzlich: Es ging nicht mehr darum, Cedric zu retten. Es ging darum, ihr eigenes Leben, ihre Freunde und die Welt, die sie kannten, zu retten.
Er versuchte, nach all den aufregenden Ereignissen endlich ein wenig Schlafen zu finden, doch seine Gedanken kreisten unaufhörlich

Kapitel 7 – Der Höhepunkt: Entscheidungen jenseits der Magie
Der entscheidende Moment war nicht nur ein Kampf der Zauberstäbe. Er war ein Kampf des Mutes, der Ehrlichkeit und der Entscheidungen, die alles bestimmten.
Albus musste seiner Angst begegnen, nicht genug zu sein. Scorpius musste zwischen Sicherheit und Loyalität wählen. Harry musste lernen, dass Vatersein nicht bedeutet, den Sohn zu formen, sondern ihm zu erlauben, seinen eigenen Mut zu entdecken.
Am Ende entschied eine einzige Tat, nicht durch Zauber, sondern durch Herz, über die Zukunft. Die wahre Magie war Verständnis, nicht Magie.
Kapitel 8 – Wiederherstellung und Wachstum
Die Zeit kehrte in ihre gewohnte Bahn zurück. Doch die Jungen waren verändert, die Welt war verändert, und die Lektionen blieben wie Fußspuren im Schnee.
Harry erkannte, dass Helden Fehler machen dürfen. Albus verstand, dass er nicht Harry sein musste, um genug zu sein. Scorpius lernte, dass Freundschaft stärker sein konnte als jeder Ruf. Und alle lernten, dass Fehler mehr lehren können als Siege.
Hogwarts stand weiterhin stolz. Die Türme berührten noch immer die Wolken. Und in den stillen Hallen schrieb die nächste Generation ihre eigene Geschichte — nicht als Echo der Vergangenheit, sondern mit eigenen Stimmen, eigenen Entscheidungen und eigenem Mut.

